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Kultur
Kulturpolitik

Bund, Länder und Kommunen bekräftigen Freiheit der Kunst

Beim Kulturpolitischen Spitzengespräch in Berlin haben Bund, Länder und Kommunen eine gemeinsame Erklärung zur Freiheit der Kunst beschlossen. Zugleich wurde ein Konzept zur Stärkung der Provenienzforschung verabschiedet.

Bund, Länder und Kommunen haben beim 25. Kulturpolitischen Spitzengespräch eine gemeinsame Erklärung zur Freiheit der Kunst verabschiedet. Das teilte die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien am 14. Oktober mit. Für Kulturhäuser im Norden ist die Entscheidung vor allem ein politischer Rahmen: Sie verbindet die Unabhängigkeit kultureller Einrichtungen mit einer gemeinsamen Verantwortung der staatlichen Ebenen.

Freiheit der Kunst als gemeinsamer Maßstab

Nach Angaben der Bundesregierung bekräftigt die Erklärung die Freiheit der Kunst, kulturelle Vielfalt und die Eigenständigkeit kultureller Einrichtungen. Bund, Länder und Kommunen wollen Kultur und Kreativität auf Grundlage demokratischer Werte fördern. Die Erklärung ersetzt keine konkrete Förderentscheidung für einzelne Häuser; sie formuliert vielmehr einen gemeinsamen Anspruch für die Kulturpolitik.

Provenienzforschung erhält neues Konzept

Ein zweiter Schwerpunkt des Treffens war die Provenienzforschung. Dabei geht es um die Herkunft von Kulturgütern, insbesondere um Objekte, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihren Eigentümerinnen und Eigentümern entzogen wurden. Das verabschiedete Konzept soll diese Arbeit nach Darstellung der Bundesregierung weiter stärken.

Warum das auch den Norden betrifft

Museen, Archive und Sammlungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern arbeiten in einem bundesweiten Geflecht aus öffentlichen Trägern, Forschung und Vermittlung. Verlässliche Rahmenbedingungen und die Klärung von Herkunftsgeschichten sind daher keine abstrakten Fragen aus Berlin, sondern betreffen auch regionale Institutionen.

  • Die Erklärung betont Freiheit und Vielfalt der Kunst.
  • Sie unterstreicht die Eigenständigkeit kultureller Einrichtungen.
  • Das neue Konzept setzt einen Schwerpunkt bei der Provenienzforschung.

Welche praktischen Folgen aus dem Beschluss entstehen, wird sich an künftigen Programmen und Finanzierungsentscheidungen von Bund, Ländern und Kommunen messen lassen.

Quellen

  1. Kulturpolitisches Spitzengespräch: Erklärung und Provenienzforschung – Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien · abgerufen am 17. Okt. 2026
  2. Bundesregierung: 25. Kulturpolitisches Spitzengespräch: Gemeinsame Erklärung zur Freiheit der Kunst und Konzept zur Stärkung der Provenienzforschung verabschiedet – Bundesregierung · abgerufen am 14. Okt. 2026
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