Hamburger Forschende zeigen Grenzen von Extremwetter-Prognosen
Wie häufig und wie stark Hitzewellen oder Starkregen auftreten, lässt sich nicht allein aus langfristigen Erwärmungstrends ableiten. Forschende des Hamburger Exzellenzclusters CLICCS weisen darauf hin, dass natürliche, zufällige Schwankungen des Klimasystems die Ausprägung solcher Ereignisse erheblich beeinflussen können.
Warum Schwankungen wichtig sind
Die Studie des Teams um Lukas Brunner ist nach Angaben der Universität Hamburg im Fachjournal Environmental Research Letters erschienen. Sie befasst sich damit, wie verlässlich Aussagen über extreme Wetterereignisse für bestimmte Zeiträume sein können. Auch bei einem sich erwärmenden Klima bleiben Zufallsschwankungen ein relevanter Faktor.
Ein Werkzeug für regionale Fragen
Begleitend verweist CLICCS auf eine Online-Plattform. Dort können Interessierte untersuchen, welchen Anteil Klimavariabilität für bestimmte Regionen hat. Das Werkzeug liefert keine Gewissheit für ein einzelnes künftiges Ereignis, kann aber Unsicherheiten bei Risikoaussagen sichtbar machen.
Was daraus folgt
- Langfristige Klimatrends bleiben wichtig für Vorsorge.
- Einzelne Ereignisse lassen sich nicht direkt aus einem Trend ableiten.
- Regionale Einschätzungen sollten Unsicherheiten benennen.
Für Norddeutschland ist diese Differenzierung relevant: Wettervorsorge braucht präzise Informationen, ohne aus einzelnen Vorhersagen falsche Sicherheit abzuleiten.
Quellen
- Kurzmeldungen September 2026 – Universität Hamburg · abgerufen am 27. Sep. 2026