Hamburger Forschung kartiert Kandidaten für Quantensimulatoren
Zwei in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Arbeiten haben nach Angaben des Hamburger Exzellenzclusters CUI fast 9.000 atomar dünne Strukturen kartiert. Mehr als 1.600 davon wurden als mögliche Kandidaten für neue Quantensimulatoren identifiziert.
Suche nach verdrehten Materialien
Im Mittelpunkt stehen sogenannte verdrehte Quantenmaterialien. Dabei werden sehr dünne Materialschichten in einer bestimmten relativen Ausrichtung kombiniert. Solche Strukturen können besondere elektronische Eigenschaften haben und sind deshalb für die Grundlagenforschung interessant.
Hamburger Beteiligung
Der CUI-Cluster nennt die MPSD-Direktoren Angel Rubio, Jie Shan und Kin Fai Mak als Mitautoren einer der Veröffentlichungen. Der Cluster verbindet Forschung der Universität Hamburg, des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie, DESY und weiterer Partner.
Was die Ergebnisse bedeuten
- Die Arbeiten schaffen eine systematische Datengrundlage für weitere Experimente.
- Die genannten Kandidaten sind keine fertigen Anwendungen.
- Quantensimulatoren können helfen, schwer berechenbare physikalische Systeme zu untersuchen.
Aus der Zahl der identifizierten Strukturen folgt noch kein unmittelbares Produkt. Der Wert liegt zunächst in der gezielteren Suche: Statt Materialien nur einzeln zu testen, können Forschungsgruppen ihre Experimente auf besonders aussichtsreiche Kandidaten konzentrieren.
Quellen
- Systematische Suche nach neuen verdrehten Quantenmaterialien – Exzellenzcluster CUI, Universität Hamburg · abgerufen am 18. Okt. 2026