Polizei Lüneburg beendet Kampagne gegen Desinformation
Die Polizeidirektion Lüneburg hat ihre sechswöchige Social-Media-Kampagne „Checken statt teilen“ beendet. Ziel war es, für Desinformation im digitalen Alltag zu sensibilisieren. Nach Angaben der Behörde erzielte ein Beitrag über fünf Warnzeichen für zweifelhafte Inhalte die größte Aufmerksamkeit.
Was die Kampagne vermittelt hat
Seit dem 3. August veröffentlichten die sechs beteiligten Polizeiinspektionen insgesamt 18 Beiträge. Themen waren unter anderem emotionalisierende Beiträge, Falschmeldungen in Messenger-Gruppen, KI-generierte Bilder und Deepfakes. Die Behörde berichtet von rund 260.000 Aufrufen oder Impressionen sowie 129.000 erreichten Konten.
Fünf Hinweise für den digitalen Alltag
- Stark emotionalisierende Sprache kann ein Warnsignal sein.
- Quellen und Absender sollten nachvollziehbar sein.
- Außergewöhnliche Behauptungen brauchen belastbare Belege.
- Bilder und Videos verdienen eine zusätzliche Prüfung.
- Zeitdruck zum schnellen Teilen ist ein Grund, innezuhalten.
Prüfen statt weiterleiten
Die Polizeidirektion empfiehlt, Inhalte nicht vorschnell zu verbreiten, sondern Quelle und Absender zu kontrollieren und Angaben mit weiteren verlässlichen Quellen abzugleichen. Das gilt besonders bei Bildern oder Videos, deren Echtheit sich nicht auf den ersten Blick einschätzen lässt.
Beteiligt waren die Polizeiinspektionen Celle, Harburg, Heidekreis, Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, Rotenburg und Stade. Die Kampagne ist beendet; der Hinweis zum kritischen Prüfen digitaler Informationen bleibt aktuell.
Quellen
- Polizeidirektion Lüneburg: Bilanz der Kampagne Checken statt teilen – Polizeidirektion Lüneburg · abgerufen am 17. Sep. 2026
- Polizei Niedersachsen: POL-LG: "5 Warnzeichen für Desinformation" besonders gefragt: Polizeidirektion Lüneburg beendet Aufklärungskampagne – Polizei Niedersachsen · abgerufen am 17. Sep. 2026