Gefälschte Bankbriefe mit QR-Code treffen Arztpraxen
Mit gefälschten Bankanschreiben, manipulierten QR-Codes und anschließenden Telefonanrufen haben Betrüger zwei Arztpraxen im Landkreis Rostock angegriffen. In einem Fall summiert sich der bisher ermittelte Schaden laut Polizei auf rund 230.000 Euro.
QR-Code führte auf gefälschte Banking-Seite
Eine Praxis erhielt Mitte August einen Brief, der von der Hausbank zu stammen schien. Der QR-Code führte auf eine nachgebaute Banking-Seite. Danach meldeten sich Anrufer als angebliche Bankmitarbeiter. Auf dem Telefondisplay erschien dabei die echte Rufnummer der Bank.
Unter dem Vorwand, verdächtige Kontobewegungen rückgängig zu machen, brachten die Täter die Betroffene dazu, mehrere Vorgänge in der TAN-App freizugeben. Dadurch wurden nach bisherigen Erkenntnissen zahlreiche Überweisungen und Lastschriften ausgelöst.
Zweite Praxis wurde misstrauisch
Anfang September erhielt eine weitere Arztpraxis ein ähnliches Schreiben. Auch dort folgte auf den QR-Code ein Anruf. Der Betroffene wurde während des Gesprächs misstrauisch und schaltete die Polizei ein. Teile des überwiesenen Geldes konnten nach deren Angaben gesichert werden; die genaue Schadenshöhe wird noch ermittelt.
So reagieren Empfänger verdächtiger Bankbriefe
- QR-Codes in unerwarteten Schreiben nicht ungeprüft öffnen.
- Verdächtige Gespräche beenden und die Bank über eine bekannte Nummer anrufen.
- Zugangsdaten, TANs und Zahlungsfreigaben niemals auf telefonische Aufforderung bestätigen.
- Bei Betrugsverdacht umgehend Bank und Polizei informieren.
Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Güstrow dauern an.
Quellen
- Arztpraxen im Visier von QR-Code-Betrügern – Polizeipräsidium Rostock · abgerufen am 7. Sep. 2026
- Polizei Mecklenburg-Vorpommern: POL-HRO: Arztpraxen im Visier von QR-Code-Betrügern - mindestens 230.000 Euro Schaden – Polizei Mecklenburg-Vorpommern · abgerufen am 7. Sep. 2026