Notdienst im Internet suchen: So lassen sich Kostenfallen vermeiden
Bei verstopften Rohren, einem Schädlingsbefall oder einem Defekt suchen viele Menschen kurzfristig nach einem Notdienst im Internet. Die Polizeidirektion Neumünster warnt aktuell vor vermeintlichen Notdiensten. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten Anbieter und Konditionen vor einer Beauftragung sorgfältig prüfen.
Vor dem Auftrag klären
Die Verbraucherzentrale rät, den Auftrag möglichst genau zu vereinbaren. Dazu gehören Leistungsumfang, Termin und Vergütung. Bei einer akuten Störung bleibt nicht immer Zeit für mehrere Angebote. Umso wichtiger ist es, vorab nach Anfahrt, Zuschlägen, Material und dem voraussichtlichen Gesamtpreis zu fragen.
Diese Punkte helfen bei der Prüfung
- Impressum, Adresse und erreichbare Kontaktdaten des Anbieters prüfen.
- Leistung und Preisbestandteile möglichst schriftlich festhalten.
- Bei unklaren Angaben nicht unter Zeitdruck zusagen.
- Rechnung und Vereinbarungen aufbewahren.
Nach der Arbeit
Wenn die veranschlagten Kosten deutlich steigen sollen, empfiehlt die Verbraucherzentrale, die Änderung nicht ungeprüft hinzunehmen. Rechnungen sollten einzelne Leistungen nachvollziehbar ausweisen. Bei Verdacht auf einen unseriösen Anbieter oder bei Streit über die Rechnung können Betroffene sich an eine Verbraucherzentrale wenden; bei einem Betrugsverdacht ist die Polizei eine Anlaufstelle.
Der Beitrag ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Die Hinweise fassen die aktuelle Polizeiwarnung und allgemeine Informationen der Verbraucherzentrale zusammen.
Quellen
- Vorsicht bei vermeintlichen Notdiensten aus dem Internet – Polizeidirektion Neumünster · abgerufen am 21. Okt. 2026
- Handwerkerportale: Checkliste für die Handwerkersuche im Netz – Verbraucherzentrale · abgerufen am 21. Okt. 2026
- Polizei Schleswig-Holstein: POL-NMS: 261021-2-PDNMS-Vorsicht bei vermeintlichen Notdiensten aus dem Internet – Polizei Schleswig-Holstein · abgerufen am 21. Okt. 2026