Knapp 500 Millionen Euro für drei Moorregionen in Niedersachsen
Hannover. Drei niedersächsische Moorregionen können mit Fördermitteln von Bund und Land in Höhe von zusammen rund 496 Millionen Euro rechnen. Der Bund hat Projekte in den Landkreisen Wesermarsch und Cuxhaven sowie in der Gemeinde Gnarrenburg im Landkreis Rotenburg als Leuchtturmregionen für klimaschonende Moorentwicklung ausgewählt.
Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums entfallen auf die drei beantragten Vorhaben rund 466 Millionen Euro Bundesmittel. Niedersachsen hat jeder ausgewählten Region zusätzlich zehn Millionen Euro aus Landesmitteln zugesagt.
Förderung für nasse Bewirtschaftung und neue Produkte
Die Mittel verteilen sich auf folgende Vorhaben:
- 160 Millionen Euro für das Ipweger Moor in der Wesermarsch,
- 158 Millionen Euro für Ahlenmoor und Bovenmoor im Landkreis Cuxhaven,
- 148 Millionen Euro für das Gnarrenburger Moor.
Gefördert werden sollen die Wiedervernässung von Moorböden, angepasste Bewirtschaftungsformen und regionale Verwertungsketten. Pflanzen wie Schilf, Rohrkolben oder Torfmoose könnten beispielsweise für Torfersatz, Papier sowie Bau- und Dämmstoffe genutzt werden. Auch extensive Beweidung und Freiflächen-Photovoltaik kommen nach Angaben des Ministeriums infrage.
Ein weiteres Projekt im Raum Osnabrück und Vechta ist noch im Auswahlverfahren. Für die drei bereits ausgewählten Regionen sollen die Vereinbarungen mit dem Bund möglichst noch 2026 geschlossen werden. Der Start der Arbeiten ist für Anfang 2027 vorgesehen; die Förderung kann bis zu 13 Jahre laufen.
Quellen
- Rund 500 Millionen Euro für die Moorentwicklung in Niedersachsen – Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz · abgerufen am 9. Sep. 2026
- Niedersachsen · Landesregierung: Rund 500 Millionen Euro für die Moorentwicklung in Niedersachsen – Niedersachsen · Landesregierung · abgerufen am 9. Sep. 2026