Husum-Schwesing: EU fördert Ausbau der KZ-Gedenkstätte
Die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing in Nordfriesland soll erweitert werden. Das Land Schleswig-Holstein teilte am 2. Oktober mit, dass aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums 1.015.133 Euro bereitstehen. Der Bund will das Vorhaben demnach zusätzlich mit 1,5 Millionen Euro aus Kulturmitteln fördern.
Mehr Raum für Bildungsarbeit in Husum-Schwesing
Geplant ist ein Anbau am „Haus der Gegenwart“. Vorgesehen sind ein 115 Quadratmeter großer Veranstaltungssaal sowie Sanitäranlagen und eine Küche. Auch Stellplätze für Autos, Busse und Fahrräder sollen verbessert werden. Die Gesamtkosten veranschlagt das Land mit 3.419.951 Euro; den nicht geförderten Anteil trägt der Kreis Nordfriesland laut Mitteilung aus eigenen Mitteln.
Lernort am historischen Ort
Die Gedenkstätte soll nach den Plänen stärker für Veranstaltungen, Workshops und Angebote der historisch-politischen Bildung genutzt werden. Das Land bezeichnet den Ausbau als Beitrag zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und zur demokratischen Bildung.
- EU-Zuschuss: 1.015.133 Euro
- vorgesehene Bundesförderung: 1,5 Millionen Euro
- Gesamtkosten: 3.419.951 Euro
Die Förderzusage übergab der Staatssekretär für die ländlichen Räume laut Landesportal an den Kreis Nordfriesland.
Quellen
- EU-Förderung für Erweiterung der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing – Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz Schleswig-Holstein · abgerufen am 2. Okt. 2026
- Schleswig-Holstein · Landesregierung: Über eine Million Euro von der EU für die Erweiterung der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing: Otto Carstens, Staatssekretär für die ländlichen Räume, übergibt Förderbescheid an den Kreis Nordfriesland – Schleswig-Holstein · Landesregierung · abgerufen am 2. Okt. 2026