Öömrang in Helsinki: Schleswig-Holstein wirbt für besseren Markenschutz
Der friesische Begriff Öömrang steht im Mittelpunkt eines Vorstoßes Schleswig-Holsteins beim Kongress der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten in Helsinki. Der Minderheitenbeauftragte Johannes Callsen warb dort für einen besseren Schutz von Regional- und Minderheitensprachen im europäischen Markenrecht.
Marke kann Sprachgebrauch erschweren
Öömrang bezeichnet die Sprache beziehungsweise den Dialekt auf Amrum. Nach Angaben der Landesregierung war der Begriff von einem US-Spirituosenunternehmen als Marke eingetragen worden. Für die friesische Gemeinschaft und für lokale Betriebe könne das die Verwendung eines sprachlich gebräuchlichen Begriffs erschweren.
Vorstoß bis zum Bundesrat
Schleswig-Holstein habe den Fall auf europäischer Ebene thematisiert und gemeinsam mit anderen Ländern auf eine Änderung der Rechtslage gedrängt. Der Bundesrat sprach sich nach Angaben der Landesregierung einstimmig für eine Änderung von Artikel 7 der EU-Markenverordnung aus.
Digitale Zugänge gehören dazu
Beim FUEN-Kongress ging es zudem um den Zugang zu Medienangeboten aus benachbarten Sprachräumen. Callsen setzte sich für eine europaweite, urheberrechtskonforme Lösung beim Geoblocking ein. Gerade für die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein können digitale Grenzen den Zugang zu Angeboten aus dem angrenzenden Sprachraum beschränken.
- Öömrang ist auf Amrum sprachlich verankert.
- Der Vorstoß betrifft Markenrecht und digitale Medienzugänge.
- Schleswig-Holstein sieht eine Bedeutung über den Einzelfall hinaus.
Quellen
- Schleswig-Holstein bringt Öömrang nach Helsinki – Landesregierung Schleswig-Holstein · abgerufen am 18. Sep. 2026
- Schleswig-Holstein · Landesregierung: Schleswig-Holstein bringt „Öömrang“ nach Helsinki: Johannes Callsen wirbt beim FUEN-Kongress für besseren Schutz von Regional- und Minderheitensprachen – Schleswig-Holstein · Landesregierung · abgerufen am 18. Sep. 2026