Hamburg erprobt neue Ansätze gegen Hitzestress in Städten
Die Universität Hamburg beteiligt sich an einem neuen EU-Forschungsprojekt zum Umgang mit extremer Hitze in Städten. Das Vorhaben PULSE startet am 13. Oktober und untersucht, wie Kommunen sich besser auf hohe Temperaturen vorbereiten können. Hamburg gehört nach Angaben der Universität zu sechs Modellregionen.
Warnungen, Klimaoasen und Modellierung
Das Hamburger Team will drei Ansätze erproben: Risikowarnungen im öffentlichen Nahverkehr, Klimaoasen an Hitze-Hotspots und ein Simulationsmodell für Hitzestress. Als Klimaoasen beschreibt die Universität ausgewählte Bereiche, die in Beteiligungsprozessen entsiegelt, begrünt, beschattet und mit kühlenden Wasserelementen ausgestattet werden sollen.
Das Modell soll Teil der Hamburger Urban Model Platform werden. Es soll helfen, gesundheitliche Risiken durch Hitze in einzelnen Stadtgebieten besser nachzuvollziehen. Ob und wie stark einzelne Maßnahmen die Belastung senken, ist ausdrücklich Gegenstand der Forschung und nicht vorweggenommenes Ergebnis.
Vier Jahre Forschung
PULSE läuft laut Universität vier Jahre. Beteiligt sind 19 Einrichtungen; koordiniert wird das Projekt vom norwegischen Klimaforschungszentrum CICERO. Die EU fördert das Gesamtvorhaben mit zehn Millionen Euro. Die Ergebnisse aus den Modellregionen sollen nach Angaben der Universität auf andere Städte übertragbar geprüft werden.
Bedeutung für Hamburg
- Hamburg testet Maßnahmen an Orten mit hoher Hitzebelastung.
- Vulnerable Gruppen wie ältere Menschen und Kinder stehen im Fokus.
- Planung und Praxis sollen mit einem städtischen Simulationsmodell verbunden werden.
Für Hamburg ist das Projekt ein Versuch, Hitzevorsorge räumlich genauer zu planen. Ob daraus dauerhafte Veränderungen entstehen, wird von den Ergebnissen der Erprobung und den anschließenden Entscheidungen der Stadt abhängen.
Quellen
- EU-Projekt zum Umgang mit Hitzeextremen in Städten startet – Universität Hamburg · abgerufen am 13. Okt. 2026