Kieler Expedition untersucht Wanderungen von Tieren in der Tiefsee
Ein Forschungsteam des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel untersucht im subtropischen Ostatlantik Wanderungen von Organismen in der Tiefsee. Die Expedition MSM147 mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN startete am 10. Oktober in Ponta Delgada und soll am 5. November auf den Kapverden enden.
Eine offene Frage unterhalb von 1.000 Metern
Viele Meerestiere steigen nachts in höhere Wasserschichten und ziehen tagsüber wieder in die Tiefe. Dieses Muster ist nahe der Oberfläche gut bekannt. Das Kieler Team will nun prüfen, ob es in größeren Tiefen abgestufte, miteinander verknüpfte Bewegungen gibt. Das wäre wichtig für das Verständnis von Nahrungsnetzen in der Tiefsee.
Kameras ergänzen Netzfänge
Nach Angaben des GEOMAR kombiniert die Expedition Netzfänge, genetische Spuren im Wasser und mehrere Kamerasysteme. Die Instrumente sollen auch empfindliche und sehr kleine Organismen in ihrem Lebensraum erfassen, die mit Fangnetzen nur schwer zu beobachten sind.
- Expedition: MSM147.
- Zeitraum: 10. Oktober bis 5. November 2026.
- Fahrtgebiet: Ostatlantik zwischen Azoren und Kapverden.
Bedeutung für die Forschung
Die Forschenden untersuchen Grundlagenfragen. Ob die vermutete abgestufte Vertikalwanderung tatsächlich existiert, ist offen. Erkenntnisse könnten helfen, biologische Prozesse des Kohlenstofftransports in die Tiefe besser einzuordnen. Das GEOMAR betont, dass es sich um laufende Forschung handelt; Ergebnisse liegen noch nicht vor.
Quellen
- Sprosse für Sprosse in die Tiefe – GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel · abgerufen am 21. Okt. 2026