Lithiumsuche in der östlichen Heide: Erlaubnisfeld Niendorf startet im Oktober
In der östlichen Heide darf künftig nach Lithium gesucht werden. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat der EveChem GmbH zum 1. Oktober das Erlaubnisfeld Niendorf zugeteilt. Das Gebiet ist nach LBEG-Angaben knapp 650,5 Quadratkilometer groß und liegt zwischen Uelzen und Hankensbüttel.
Erlaubnis ist noch keine Bohrgenehmigung
Die Entscheidung gibt dem Unternehmen zunächst das grundsätzliche Recht zur Aufsuchung von Lithium sowie weiterer Rohstoffe. Konkrete Arbeiten dürfen daraus noch nicht abgeleitet werden. Dafür wären bergrechtliche Betriebspläne nötig, zu denen nach Angaben des LBEG eigene Zulassungs- und Beteiligungsverfahren gehören.
Wie die Förderung gedacht ist
Lithium wird unter anderem für Akkus in Elektrofahrzeugen und Speichern von Photovoltaikanlagen verwendet. Das LBEG beschreibt für Norddeutschland ein Verfahren des Bohrlochbergbaus: Tiefes Thermalwasser würde in einem Kreislauf gefördert, das Lithium abgeschieden und das Wasser in die ursprünglichen Schichten zurückgepumpt.
Die Eckdaten des Feldes
- Fläche: rund 650,5 Quadratkilometer,
- Laufzeit der Erlaubnis: bis 30. September 2028,
- betroffen sind unter anderem Räume in den Landkreisen Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Uelzen.
Die Aufsuchung ist ein früher Schritt, nicht die Entscheidung für eine spätere Förderung. Welche konkreten Standorte in Betracht kommen und welche Umweltprüfungen erforderlich wären, ist damit noch offen.
Quellen
- Niedersachsen · Landesregierung: Lithium-Aufsuchung in der östlichen Heide: LBEG teilt Erlaubnisfeld Niendorf zu – Niedersachsen · Landesregierung · abgerufen am 30. Sep. 2026