„Easy Money“ im Chat: Polizei warnt vor Finanzagenten
Ein schneller Nebenverdienst per Chat kann teuer werden. Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg warnt davor, das eigene Girokonto für fremde Geldtransaktionen zur Verfügung zu stellen. Solche Ansprachen richteten sich häufig über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste an junge Menschen, teilte die Polizei am 25. September mit.
Wie die Anwerbung ablaufen kann
Nach Angaben der Polizei wird eine Provision dafür versprochen, Geld auf dem eigenen Konto entgegenzunehmen, abzuheben oder weiterzuleiten. Teilweise würden auch Bankkarten oder Zugangsdaten verlangt. Hinter den Angeboten können sogenannte Finanzagenten- oder Money-Mule-Modelle stehen. Das Geld könne aus Betrugsstraftaten stammen.
Keine Kontodaten weitergeben
Die zentrale Empfehlung der Polizei lautet: Das eigene Girokonto nicht für fremde Transaktionen einsetzen. Das gilt ebenso für Bankkarten, Zugangsdaten und TANs. Wer bereits angesprochen wurde, sollte nicht auf Zeitdruck oder Provisionsversprechen eingehen.
- Keine unbekannten Geldbewegungen über das eigene Konto abwickeln.
- Keine Karten, Zugangsdaten oder TANs an andere Personen geben.
- Chats und Angaben zum Angebot dokumentieren.
- Bei Verdacht die eigene Bank und die Polizei kontaktieren.
Hilfe frühzeitig holen
Dieser Hinweis ersetzt keine individuelle Rechts- oder Finanzberatung. Er soll helfen, ein bekanntes Risiko früh zu erkennen. Besonders wichtig ist es, mit Jugendlichen offen über vermeintlich leichte Online-Einnahmen zu sprechen und bei Unsicherheit eine Vertrauensperson einzubeziehen.
Quellen
- Polizei warnt vor Anwerbung junger Menschen als Finanzagenten – Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg · abgerufen am 25. Sep. 2026
- Polizei Niedersachsen: POL-NI: Polizei warnt vor "Easy Money": Junge Menschen als Finanzagenten angeworben – Polizei Niedersachsen · abgerufen am 25. Sep. 2026